Drehdurchführungen in Automatisierungsanlagen

Druckluft und Vakuum für rotierende Greifer, Rundschalttische und Roboter: Aufgaben, Einsatzbereiche und Auswahl von Drehdurchführungen in der Automatisierungstechnik.

Warum Automatisierungsanlagen Drehdurchführungen benötigen

Die industrielle Automatisierung entwickelt sich stetig weiter. Moderne Fertigungsanlagen produzieren schneller, präziser und wirtschaftlicher als je zuvor. Roboter, Rundschalttische und automatisierte Handhabungssysteme benötigen häufig Druckluft, Vakuum oder weitere Prozessmedien, die sicher an rotierende Baugruppen übertragen werden müssen.

Genau hierfür werden Drehdurchführungen eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass Pneumatik- und Vakuumsysteme auch während kontinuierlicher Drehbewegungen zuverlässig funktionieren und keine Schläuche oder Leitungen verdrillt werden.

Automatisierungsanlagen bestehen aus zahlreichen beweglichen Baugruppen: Greifer drehen Werkstücke, Rundschalttische transportieren Bauteile und Roboter wechseln permanent ihre Position. Gleichzeitig müssen diese Systeme zuverlässig mit Druckluft oder Vakuum versorgt werden. Drehdurchführungen ermöglichen die sichere Medienübertragung zwischen stationären und rotierenden Komponenten.

Typische Medien

Medienübertragung

Druckluft

Für pneumatische Greifer, Zylinder, Auswerfer und Spannsysteme.

Vakuum

Vakuumgreifer bewegen empfindliche Werkstücke wie Glas, Bleche, Verpackungen oder Kunststoffteile sicher.

Weitere Medien

Schutzgase, Schmierstoffe, Wasser, Kühlmedien, Hydrauliköl und weitere Prozessmedien.

Typische Einsatzbereiche

Rundschalttische

Kontinuierliche Versorgung von Werkstückträgern mit Druckluft oder Vakuum.

Rotierende Greifer

Zuverlässige Druckluft- oder Vakuumversorgung auch bei hohen Taktzahlen.

Industrieroboter

Versorgung pneumatischer oder vakuumbasierter Endeffektoren.

Pick-and-Place-Systeme

Kurze Taktzeiten erfordern eine sichere Medienübertragung.

Verpackungsanlagen

Greifen, Positionieren und Handhaben von Produkten mittels Pneumatik und Vakuum.

Vorteile hochwertiger Drehdurchführungen

Zuverlässige Medienübertragung

Hohe Prozesssicherheit

Kompakte Bauweise

Lange Lebensdauer

Geringer Wartungsaufwand

Hohe Dichtheit

Geringer Verschleiß

Einfache Integration

Reduzierte Stillstandszeiten

Wirtschaftlicher Anlagenbetrieb

Die passende Drehdurchführung auswählen

Mehrkanal-Drehdurchführungen als Standard moderner Automation: Moderne Anlagen benötigen häufig mehrere Medien gleichzeitig. Mehrkanal-Drehdurchführungen vereinen mehrere getrennte Medienkanäle in einer kompakten Baugruppe und sparen Platz sowie Konstruktionsaufwand.

Anforderungen: hohe Taktzahlen, kompakte Bauweise, geringer Wartungsaufwand, hohe Dichtheit und lange Lebensdauer.

Auswahlkriterien: Art des Mediums, Anzahl der Kanäle, Betriebsdruck, Drehzahl, Anschlussgrößen, Einbauraum, Werkstoff, Dichtungswerkstoffe, Temperaturbereich und Wartungsanforderungen.

Wartung und Lebensdauer: Regelmäßige Sichtprüfungen, saubere Druckluft und die Einhaltung der Betriebsparameter erhöhen die Lebensdauer und minimieren Stillstände.

Fazit

Drehdurchführungen ermöglichen die sichere Versorgung von Greifern, Rundschalttischen, Robotern und Verpackungsanlagen mit Druckluft, Vakuum oder weiteren Medien. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zu Prozesssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Anlagenverfügbarkeit moderner Automatisierungstechnik.

Unsere Drehdurchführungen

  • Typ 64XX

    Drehdurchführung Standard

  • Typ 65X

    Drehdurchführung in axialer Bauform

  • Typ 650X

    Drehdurchführung mit 90° Anschluss

    Typ 650X Drehdurchführung mit 90° Anschluss – Ansicht
  • Typ 65XX

    Mehrkanal Drehdurchführung

    Typ 65XX Mehrkanal Drehdurchführung – Ansicht

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